Balkan / Italien: Tag 12 – Ohrid – Kalabaka (Griechenland)

Am 12 Tag der Reise bin ich relativ früh aufgestanden, da ich noch vorher meine Kette spannen wollte. Abends zuvor war mir beim ölen aufgefallen, dass die Kettenspannung gering war. Dies ging relativ schnell in 10 Minuten war ich vermeintlich fertig.

Ich bin dann in die Altstadt gelaufen um ein paar Bilder zu machen, zum Frühstücken und einen Schneider zu finden, der mir meine Handschuhe flicken könnte, da einige Nähte aufgegangen waren.

Nach der Altstadt bin ich zurück zum Zimmer, umgezogen und auf Motorrad. Ich habe sofort ein seltsames Geräusch vom Antrieb kommend vernommen. Im schattigen Bereich angehalten und Kette geprüft, dabei hatte ich festgestellt, dass sie Kette zu sehr gespannt war obwohl ich zuvor eigentlich alles richtig gemacht hatte. Motorrad aufgebockt und noch einmal die Kettenspannung eingestellt. Wieder losgefahren und das Geräusch war wieder da, abgestiegen Kettenspannung war wieder zu groß. Das wiederholte sich ca. 5 Mal und ich war schon am verzweifeln. Nun wollte ich die Kettenspannung absichtlich geringer machen um keine Folgeschäden am Antriebslager zu haben. In dem Moment als ich mein Werkzeug wieder herausgeholt hatte, kam ein mazedonischer Biker und fragte ob ich Hilfe benötige, ich habe ihm von Geräusch erzählt und er sagte, dass in jeden Moment eine Gruppe von Bikern vorbeikommen werden würde und ein erfahrener Mechaniker dabei wäre. Und so war’s auch. Nach etwas Diskussion und einigen Diagnosefahrten hat er die Ursache gefunden, Kette zu stark gedehnt, bzw. die Kette ist hinüber.

Ich hatte angenommen, dass die Kette die Reise noch überstehen wird. Dies wäre wohl auch so, wenn ich gewusst hätte, dass durch das Gewicht die Schwinge Stärker eintaucht und sich dadurch die Kettenspannung erhöht. Ich habe nur die Federung hinten auf hart eingestellt. Nun ich war froh zu wissen, was die Ursache war. Ich war einer Erfahrung reicher und das ist genau das was ich mit der Reise ebenfalls erreichen wollte, Erfahrung sammeln. Mit seichtem Schalten konnte ich mit der Kette noch fahren ich beschloss jedoch in Griechenland bei nächster Gelegenheit die Kette zu tauschen.

Der mazedonische Mechaniker hieß Sashoj und er hatte als Sozius seinen Sohn Blagoj dabei, der übersetzt hatte, wir haben uns auf Englisch und Russisch ausgetauscht. Die Jungs haben mir ganz stolz erzählt, dass deren Honda AfricaTwin die erste in ganz Mazedonien ist. Wir haben schnell gemeinsame Sprache gefunden und ich wurde ins nahegelegene Café eingeladen, wo bereits andere Biker gewartet hatten. Im Gespräch haben wir dann erfahren, dass wir sogar einen gemeinsamen Streckenabschnitt haben. Den wir im Anschluss auch gefahren sind. Alles sehr freundliche und hilfsbereite Menschen in schönen Mazedonien.

Der Sashoj ist der zweite von links und der Blagoj der zweite von rechts auf dem Foto.

Nach dem wir uns verabschiedet haben, bin ich weiter in Richtung Griechenland über Bitola entlang des Prespasees gefahren. Links und rechts konnte ich Konturen der mazedonischen Berge sehen, es war ein herrlicher Anblick.

Schon bald habe ich mich auf dem Grenzübergang befunden, den ich schnell und unkompliziert passiert hatte. Ich war wieder in EU und hatte somit wieder mobiles Internet.

Weiter südwärts bin ich bei Florina abgefahren und bin über die Berge ca. 40km stark bewaldetes Gebiet gefahren, sehr schönen Landschaft.

Diese Gegend ist offensichtlich ein Habitat von Bären und Wölfen.

Nach dieser offenen bergigen Landschaft bin ich bei Kastoria wieder in Richtung Süden gefahren, die Landschaft war offen und bei untergehenden Sonne sehr lichtdurchflutet.

In Kalabaka nahe Meteora angekommen war es bereits dunkel als ich angekommen war. Ich hatte freundlichen Empfang und könnte mein Motorrad in der Tiefgarage parken. Diese war bereits prall mit Motorrädern gefüllt. So lernte ich auch einige der Fahrer aus der Slowakei auf dem Balkon kennen.

Ich hatte Hunger und wollte noch ins Bett was ich nach dem Essen auch getan hatte.

Tagesstrecke: 340 km.

2 Kommentare zu „Balkan / Italien: Tag 12 – Ohrid – Kalabaka (Griechenland)

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